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Klassische Homöopathie2017-03-11T17:58:30+01:00

Wirkungsweise der klassischen Homöopathie

Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, sprach vor 200 Jahren von der Lebenskraft als regulierendem Zentrum jedes Lebewesens. Eine gesunde Lebenskraft, so Hahnemann, kann krankmachende Reize ausgleichen und die Balance im Organismus wieder herstellen. Gelingt ihr das nicht und bleiben Beschwerden bestehen oder verschlimmern sich, so ist eine Krankheit entstanden.

Das war die Evidenz, die er aus Beobachtung von Hunderten von Krankheits- und Heilverläufen gewann. Diese Evidenz ist im Einklang mit dem aktuellen Kenntnisstand der Naturwissenschaft über die vernetzten Regulationen im Organismus. So sind die subjektiv empfundene Energie, Stimmungslage, Konzentrationsfähigkeit, Stoffwechsel und immunologische Prozesse – d.h. Körper, Geist und Seele – miteinander verknüpft.
Homöopathische Heilmittel wirken als Information auf das sich selbst regulierende System „Mensch“ und können eine Neuregulierung, einen Selbstheilungsprozess, auslösen.

Ein zentrales Heilgesetz der Homöopathie lautet, dass Heilmittel dieselben Beschwerden, die sie beim Gesunden verursachen können, beim Kranken zu heilen vermögen. Diese Grundregel, die Ähnlichkeitsregel, hat der Homöopathie ihren Namen gegeben: homöo heisst gleich, pathos bedeutet Leiden. Das Heilmittel wird homöopathisch ausgewählt, indem es das Beschwerdebild eines Menschen, d.h. die Entstehungsgeschichte und die individuelle Reaktionsweise möglichst genau abdeckt.

Praxis Gabriela Mallaun - Klassische Homöopathie 1

Anwendungsbereich klassischer Homöopathie

Praxis Gabriela Mallaun - Klassische Homöopathie 2

In der Therapie konstitutioneller und chronisch wiederkehrender Beschwerden findet die Homöopathie ihre bedeutendste und nutzbringendste Anwendung. Sie kann Beschwerden, die der Organismus aus eigener Kraft nicht überwinden kann, günstig und dauerhaft beeinflussen. Beispiele sind immer wieder auftretende Entzündungen, Verdauungsbeschwerden, langwierige Folgebeschwerden einer akuten Erkrankung oder eines Unfalls, ausgeprägte, subjektiv lästige Beschwerden bestimmter Lebensphasen wie Pubertät oder Klimakterium usw.

Auch psychische und psychosomatische Beschwerden, beispielsweise Schlafprobleme, Reizdarm, Kopf- und Rückenschmerzen, Ängste etc. sind durch die Homöopathie zugänglich. Dazu gehören Beschwerdebilder, wie sie für chronische Übererregung, für Erschöpfungszustände oder als Folge traumatischer Erfahrungen typisch sind. Homöopathische Therapie findet hier als sinnvolle Ergänzung zu Psychotherapie und als Alternative zu Psychopharmaka Anwendung.
Homöopathie eignet sich für alle Lebensalter, für Babies, Kinder und Jugendliche ebenso wie für jüngere und ältere Erwachsene.

Therapieablauf

Das homöopathische Heilmittel wird passend zum Menschen, nicht zur Diagnose gewählt.

Das Gespräch ist die wichtigste Informationsquelle für den Therapeuten. Grundlage einer homöopathischen Therapie ist daher das Vertrauensverhältnis zwischen Klient/in und Therapeut/in.

Am Anfang steht eine umfassende und genaue Anamnese, d.h. die Erfassung der Beschwerden und der Lebensumstände des Hilfesuchenden. Es ist von Bedeutung, wo beispielsweise ein Schmerz auftritt, wie er sich anfühlt, ob es typische Auslöser dafür gibt, was den Schmerz lindert oder verschlimmert. Selbstbeobachtung ist notwendig; die meisten Menschen lernen in der homöopathischen Therapie diesbezüglich schnell und viel dazu.

In der Anamnese werden verschiedene Lebensbereiche angesprochen. Sie kann daher 1½ bis 2 Stunden in Anspruch nehmen. Danach finden 4- bis 8-wöchentliche Verlaufskontrollen statt. Telefonate dienen nach Bedarf zur Absprache der Dosierung und zur Klärung anderweitiger Fragen oder Probleme.

Die Therapiedauer bei bereits länger bestehenden Beschwerden hängt von Gesundheitszustand und Alter des Hilfesuchenden und von der homöopathisch passenden Heilmittelwahl ab. Diverse bereits angewendete Therapien und Medikamente oder allfällige Giftstoffbelastungen können die Reaktionsfähigkeit und damit die Therapiedauer beeinflussen.

Praxis Gabriela Mallaun - Klassische Homöopathie 3

Heilmittel in der klassischen Homöopathie

Praxis Gabriela Mallaun - Klassische Homöopathie 4

Die Grundsubstanzen in den homöopathischen Heilmitteln sind grösstenteils pflanzlicher, tierischer, mineralischer oder metallischer Herkunft.
Die Ausgangssubstanzen werden durch Verdünnungs- und Energetisierungsprozesse wie Verreiben und Verschütteln zu homöopathischen Heilmitteln. Diese Herstellungsart entfaltet die Heilwirkung und verhindert gleichzeitig Nebenwirkungen und Vergiftungserscheinungen.

Im naturwissenschaftlichen Verständnis ist die homöopathische Wirkung eine Informationsübertragung ins sich selbst regulierende System Mensch und löst neue Anpassungsprozesse aus.

Von den homöopathischen Heilmitteln gibt es Arzneimittelbilder, die deren ganzes Wirkspektrum umfassen. Die Arzneimittelbilder, d.h. die Auflistung von Beschwerden im körperlichen, emotionalen und kognitiven Bereich, sind Ergebnis von umfänglichen Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen. Die Arzneimittelbilder sind die wichtigste Grundlage der individuellen Mittelverschreibung.

Homöopathische Heilmittel werden als Kügeli oder als Tropfen in Wasser gelöst eingenommen.